Ernst Künzl - Archäologe - Sachbuchautor

Die innere Sicherheit des Römerreichs oder: Wer durfte im alten Rom Waffen tragen?

 

Römische SoldatenAbb.: Römische Soldaten des 1. und 2. Jhs. n. Chr.
Rekonstruktionen im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz.

Das Römerreich hatte militärische Kontingente in großer Zahl und in vielerlei Form: Heer, Flotte, Polizei, Feuerwehr, Nachrichtendienste. Zwischen einem Viertel und einer halben Million Mann standen ständig unter Waffen. Die römischen bewaffneten Streitkräfte hatten aber kein Waffenmonopol. Jeder Zivilist konnte sich Waffen kaufen, und viele taten es auch. Da es außer in Rom selbst keine nennenswerte Polizei gab, war der römische Bürger zur Selbsthilfe gezwungen. Vor allem das Reisen war eine Quelle dauernder Lebensgefahr. Die Römer sind des Räuberproblems nie Herr geworden; die angebliche SIcherheit des Reisens auf den guten römischen Straßen ist eine Legende.

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