Ernst Künzl - Archäologe - Sachbuchautor

Ärztinnen im Altertum

Osimo, Grabstein
Abb.: Osimo, Italien. Grabstein der Ärztin Iulia Sabina. 2. Jh.

In der Ärzteschaft des Römerreiches des Altertums ist ein Frauenanteil von etwa 5 % zu finden. Frauen konnten nicht nur Ammen und Hebammen werden; ihr Berufsbildumfaßte auch die Berufe des Allgemeinarztes und der Chirurgie wie auch die Spezialdisziplinen der Gynäkologie und der Zahnheilkunde. Die Stellung der Frauen im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit im Hellenismus und im Römerreiche war also nicht auf die Hebamme oder die Kräuterfrau beschränkt. Frauen konnten bereits in den Jahren zwischen Christi Geburt und dem 3. Jahrhundert n. Chr. Berufen nachgehen, die sie sich im 19. Jahrhundert erst wieder zurückerobern mußten.

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